Tipps&Tricks für erfolgreiche Kommunikation – Präsentationstechnik 2

Der richtige Umgang mit PowerPoint vor Ort

PowerPoint und andere Präsentationsprogramme sind heute beinahe Standard für Referate und Präsentationen. Doch deren sachgerechter Einsatz ist leider oft keine Selbstverständlichkeit.

Eine PowerPoint-Präsentation will nicht nur professionell vorbereitet sein. Auch vor Ort gibt es einige Dinge zu beachten, damit der Auftritt wirklich überzeugt.

Laptop, Leinwand und Referent*in am richtigen Ort

Der Laptop, auf dem die Präsentation läuft, gehört zwingend vor die referierende Person. So hat sie jederzeit den Überblick, ob die projizierte Folie dem gerade Gesprochenen entspricht – ohne dass sie dem Publikum den Rücken drehen muss. Auf keinen Fall sollten Sie zur Leinwand sprechen – und schon gar nicht ablesen, was auf der Folie steht.

Sehr unschön sind auch Projektionen auf Gesicht und Oberkörper der referierenden Person. Deshalb sollten Sie sich zu Beginn entscheiden, auf welcher Seite der Projektionsfläche Sie sich hinstellen, und nie vor der Präsentation durchlaufen.

Aus meiner Sicht zwingend ist auch eine drahtlose Fernbedienung für die Präsentation. Denn das Suchen nach der richtigen Taste auf dem Laptop bricht fast immer den Redefluss und führt oft dazu, dass sich das Gesicht in die projizierte Folie bewegt.

Im Zentrum steht die referierende Person

Wer diese Dinge berücksichtigt und die Präsentation einige Male laut übt, kann durch das Hilfsmittel PowerPoint seine/ihre Wirkung gezielt unterstützen. Bedingung ist allerdings, dass der Raum nicht – für heutige Beamer überflüssigerweise – abgedunkelt wird.

Denn im Zentrum steht die redende Person und ihre Botschaft – PowerPoint oder auch Folien und Flip Chart sind lediglich unterstützendes Beiwerk. 

Tipps&Tricks für erfolgreiche Kommunikation – Präsenationstechnik 1

Unterstützen Sie Ihre Worte mit PowerPoint – aber richtig

Es gibt inzwischen Leute, die PowerPoint und verwandte Programme richtiggehend hassen. Grund dafür sind meines Erachtens schlechte Anwendungen auf verschiedenen Ebenen.

Ein Problem liegt im Programm selbst: Es bietet extrem viel, was manche Anwender*innen dazu verlockt, die ganze Palette auszuschöpfen. Zu viele, zu unterschiedliche oder einfach der Sache wenig dienliche Animationen sind eine der Folgen. Wer den Text buchstabenweise in die Folie gleiten oder hüpfen lässt, lenkt die Zuhörenden von der Botschaft ab.

Noch schlimmer ist das Präsentationsprogramm Prezi: Insbesondere schnelles Ein- und Auszoomen löst Schwindel oder gar Übelkeit aus.

Untermalen Sie das Gesprochene visuell

Ziel von Präsentationshilfen wie PowerPoint (oder auch Folien / Flipchart / Anschauungsmaterial) muss sein, die gesprochene Botschaft zu unterstützen. Eine geschickte Visualisierung des Gesprochenen öffnet einen 2. Kanal zum Hirn, um die Botschaft nachhaltig zu platzieren. Insbesondere visuell veranlagte Menschen können so den mündlichen Ausführungen viel besser folgen und das Gehörte als Wissen speichern.

Eine gute PowerPoint-Präsentation besteht deshalb idealerweise aus vielen Bildern und Grafiken, die die mündlich beschriebenen Zusammenhänge aufzeigen und/oder ein Gefühl auslösen.

Wo Wörter unterlässlich sind, sollten diese möglichst sparsam eingesetzt werden. Das heisst im Normalfall: keine Sätze – nur Stichworte! Und wenn möglich nicht mehr als 7 Aufzählungspunkte. Dies erlaubt zudem, eine angemessen grosse Schrift zu verwenden (20 Punkt oder grösser).

Geschickte Stichworte dienen dem Publikum und der referierenden Person

Geeignete Stichworte resp. Bilder und Grafiken dienen nicht nur dem Publikum als Verständnis- und Erinnerungshilfe, sondern Ihnen als Referent*in als Stichworte für Ihre freie Rede.

Denn dies muss man PowerPoint bei aller (zum Teil gerechtfertigter) Kritik gutschreiben: Es hat viele Leute dazu gebracht, frei zu reden, statt ein geschriebenes Referat abzulesen.