Legen Sie sich – vorab – den Roten Faden

Tipps&Tricks für erfolgreiche Kommunikation

Oft beginnen Menschen einfach mal zu formulieren – ohne zu wissen, was alles noch erwähnt werden und wie der Text enden wird.

Sehr oft ist der erste Entwurf dann

  • viel zu lange (manche sprechen vom Dreifachen des zu Liefernden!)
  • wirr, unlogisch, langfädig – kurz: konzeptlos

Einen fertigen Text zu kürzen, ist sehr aufwändig und schmerzhaft: Es gilt, schön formulierte Sätze zu löschen, an denen Sie lange gefeilt haben («Kill your darlings!») – weil es sie schlicht nicht braucht. Danach stimmen oft die Übergänge nicht mehr. Einen wirren Text zu optimieren, ist oft kaum mehr möglich – ihn neu zu konzipieren und zu verfassen, meist der schnellere Weg.

Einstieg, Ausstieg – und der Weg dazwischen

Der schnellste Weg ist jedoch, sich vor dem Formulieren des ersten Satzes zu überlegen:

  • Wie und wo beginne ich?
  • Wie und wo ende ich?
  • Wie nehme ich die Leser*innen vom Beginn bis zum Ende mit, so dass sie dabeibleiben, Spass haben (oder sich zumindest nicht ärgern) und am Ende tun, was ich gerne hätte, dass sie täten?

Konzipieren Sie also Ihren Text, bevor Sie texten. Je nach Vorliebe gibt es verschiedene Methoden:

  • Sie formulieren Stichworte im Word, ordnen sie logisch und löschen überzählige.
  • Sie schreiben Stichworte auf Post-it-Zettel, kleben sie auf dem Schreibtisch, auf dem Flip Chart oder an der Wand um, bis die Reihenfolge stimmt, und hängen überzählige gut sichtbar weg.
  • Sie erstellen von Ihrem Thema eine Skizze mit seinen Aspekten, Facetten und Zusammenhängen, streichen Überflüssiges weg – und legen den Faden mittels rotem Strich von einem Aspekt zum andern.
  • Sie erstellen ein klassisches Mindmap.

Behalten Sie dabei immer Ihr Ziel und Ihre Zielgruppe und deren Nähe zum Thema im Auge: Diese 3 Aspekte bestimmen, wie viele Details und Facetten zielführend sind! Haben Sie Mut zur Lücke – fokussieren Sie auf das Sinnvolle, um Ihr Ziel bei der Zielgruppe zu erreichen.

So schreiben Sie von Beginn weg nur das Nötige, statt in Phase 4 ewig zu kürzen und verloren gegangene Übergänge nachzubessern.

Mehr zum Thema «in der richtigen Länge resp. Kürze texten» im nächsten Beitrag (ab 31.8.).

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